Rückzug der Caritas aus Dudweiler als Chance sehen – Zukunftsmodell für Bürger etablieren!

Der Rückzug der Caritas aus dem St. Josefs Krankenhaus in Dudweiler und die damit verbundene Schließung ist für die Liberalen auch ein Ergebnis der mangelhaften Krankenhausplanung durch Gesundheitsministerin Bachmann, CDU. „Seit Jahren hören wir immer wieder von Klinikschließungen im Saarland und statt endlich zur agieren und einen für alle Betreiber langfristigen verlässlichen Plan mit ausreichender Finanzierung vorzulegen, reagiert die überforderte Ministerin nur“, so Dr. Helmut Isringhaus, Fraktionsvorsitzender der FDP im Stadtrat.

Die FDP bedauert diese Entwicklung sehr, sieht aber auch eine Chance langfristig die Gesundheitsversorgung vor Ort auf neue Füße zu stellen und somit die wohnortnahe Versorgung zu sichern und gleichzeitig die Qualität der Krankenhäuser zu steigern. „So positiv kleine Krankenhausstandorte für die Bürger im ersten Moment erscheinen mögen, so haben sie auch Nachteile, wie es der Barmer Krankenhaus Report 2020 feststellt“, so Dr. Isringhaus weiter. Gerade in kleinen Krankenhäusern finden nicht alle Behandlungen und Operationen in so großer Zahl statt, dass die Ärztinnen und Ärzte über ausreichend Erfahrung verfügen. Hier sieht der Report und auch die Liberalen einen klaren Vorteil für die Patienten in großen Kliniken. „Hinzu kommt, dass wir unter einem Mangel an Ärzten und Pflegepersonal leiden, auch hier können große Häuser die Versorgung ihrer Patienten besser regeln“, laut Dr. Isringhaus.

Ein weiterer Trend stellt für die FDP die immer kürzer Verweildauer von Patienten in Krankenhäusern dar. „Vieles, was noch vor ein paar Jahren undenkbar schien, wird heute ambulant gemacht oder mit vielleicht einer Übernachtung im Krankenhaus“, stellt Dr. Isringhaus fest. Als Alternative fordert die FDP eine Weiterentwicklung (Umstrukturierung) des Krankenhauses zu einem intersektoralen Gesundheitszentrum mit Notarztstandort. „Dadurch wäre eine erhebliche Verbesserung der medizinischen Versorgung in Dudweiler gegenüber dem aktuellen Zustand zu erreichen. Gleichzeitig wäre eine intensivere Behandlung von schweren Notfällen (z.B. Unfälle, Herzinfarkt, Schlaganfall) in dafür spezialisierten Krankenhäusern möglich. Bis 2025 ist noch ausreichend Zeit, um dies zum Vorteil der Bürgerinnen und Bürger in Dudweiler umzusetzen, dafür muss aber jetzt mit den Planungen begonnen werden“, so Dr. Isringhaus abschließend.