Wochenspiegel-Kolumne: Schluss mit der Ratlosigkeit im Rathaus

Eins muss man unserer Oberbürgermeisterin lassen: Wie keine andere saarländische Kommunalpolitikerin kriegt es hin, Ihre Gemeinde bundesweit immer wieder ins Gespräch zu bringen. Leider sind es aber nie wirklich positive Themen, mit denen Saarbrücken bundesweit wahrgenommen wird. In der Vergangenheit treten sich die Schlagzeilen über unsere Stadt in der Bundespresse vor allem um die extrem hohe Pro-Kopf-Verschuldung und das Thema Prostitution, zu dem Frau Britz sogar in einschlägigen Politik-Talks zu Gast war. Diesmal dreht sich alles um die Lage bei der Saarbrücker Feuerwehr.

 

Die hohe Zahl an Krankmeldungen und die Personalkonflikte wurden in der vergangenen Woche nun etwa vom Berliner Kurier, dem Spiegel oder der Süddeutschen aufgegriffen. Dort ist von autoritärem Führungsstil und lähmendem Streit die Rede. Von Gerichten, die unserer Oberbürgermeisterin mehrfach rechtswidriges Verhalten vorgeworfen haben und von Ratlosigkeit im Rathaus. Was mir aber viel zu wenig vorkommt, sind die vielen Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr, die das Ganze ausbaden müssen. Sie sind es, die immer noch Bereitschaftsdienst im Bereich der Wache 2 schieben, und die ihre Freizeit (auch teilweise die Osterfeiertage) opfern. Es ist Zeit für Fachleute im Rathaus, etwa den FDP-OB-Kandidat Dr. Gerald Kallenborn. Mit seinem sachlichen Stil und seiner Expertise wäre es zu einem solchen Konflikt nie gekommen!