Wochenspiegel-Kolumne: Shared Spaces statt altes Denken!

Bei einer Diskussion mit interessierten Bürgern und betroffenen Gewerbetreibenden zur Zukunft der Fußgängerzone in Dudweiler ist mir mal wieder aufgefallen, was eines der größten Probleme unserer Stadt ist: festgefahrenes Denken. Vor etlichen Jahren hat man aus dem Dudweiler Ortskern eine Fußgängerzone gemacht. Das Problem ist nur, dass die Fußgängerzone die Hälfte der Zeit illegal mit Fahrzeugen zugestellt ist. Hierdurch entsteht die abstruse Situation, dass man sich dort weder entspannt zu Fuß aufhalten, noch mit dem Auto schnell Besorgungen machen kann.

 

Die Diskussion zu diesem Thema rutscht dann wahnsinnig schnell in die bekannten Bahnen: Auf der einen Seite die Autogegner, auf der anderen Seite die Autofreunde. Jede Seite mit ihren ideologischen Ansichten, ohne neue Ansätze. Da braucht es für neue Denkansätze manchmal einfach Experten von außen. Dr. Gerald Kallenborn, OB-Kandidat für die FDP, hat bei der oben genannten Diskussion das Konzept von „Shared Spaces“ vorgestellt. Räume, die allen Verkehrsteilnehmern ohne zugewiesene Bereiche zur Verfügung stehen, und in denen alle Verkehrsteilnehmer Rücksicht auf die Belange der anderen nehmen müssen. Ein Konzept, das öffentlichen Raum allen zugänglich macht und nach erfolgreichen Pilotversuchen in London nun auch in immer mehr deutschen Städten eingerichtet wird. Doch dafür braucht es neues Denken. Im Rathaus und in den Gremien!