Wochenspiegel-Kolumne: Saarbrücken braucht ein Jugendparlament!

Vielleicht ist es Ihnen auch schon aufgefallen: Derzeit wird leidenschaftlich über den Anteil verschiedener Bevölkerungsgruppen an den Parlamenten gestritten. Zu wenig Frauen? Nicht ausreichend Menschen mit Migrationshintergrund? Nur über eine Gruppe wird dabei nie gesprochen: Jugendliche und junge Erwachsene. Dabei sind es gerade die jungen Menschen, die in Zeiten von Niedrigzinsen und Rentengeschenken später die Zeche für die Politik zu zahlen haben, die heute von Politikern gemacht wird, um Stimmen bei der großen Gruppe älterer Bürger zu erhaschen.

 

Auch im Saarbrücker Stadtrat fehlt es an einer ausreichenden Beteiligung junger Menschen. Saarbrücken hat einen Seniorenbeirat, eine Frauenbeauftragte, einen Behindertenbeirat und sogar einen Fahrradbeauftragten. Im Stadtrat sitzen Vertreter von fast allen gesellschaftlichen Gruppen. Nur junge Menschen kommen weder im Rat, noch in einem eigenen Gremium zu Wort. Wir fordern die Verwaltung daher auf, für die nächste Ratsperiode ein Jugendparlament einzurichten. Die Wahlen könnten an den weiterführenden Schulen stattfinden und junge Menschen ihre Vorstellungen und Bedürfnisse so durch Beschlüsse in den politischen Prozess einbringen. Das wäre gerecht, und eine Bereicherung für Saarbrückens Kommunalpolitik. Es wird Zeit, dass die Saarbrücker Verwaltung das endlich einsieht und jungen Menschen mehr zutraut!