Wochenspiegel-Kolumne: Mir wird schindelig

Schon gesehen? Harald Schindel, der Dezernent, dem OB Britz in den letzten Jahren weder die Unterbringung von Flüchtlingen, noch die Bewältigung der Probleme bei der Feuerwehr oder die Erarbeitung eines Betriebskonzepts zum Ludwigspark zutraute, dieser Harald Schindel hat sich zu IKS zu Wort gemeldet. In der Saarbrücker Zeitung hat er erklärt, dass man den defizitären Eigenbetrieb anderem deswegen brauche, weil die Daten der Bürger nicht in die Hände privater Unternehmen gelangen sollten. Diese Aussage ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen privaten IT-Unternehmen im Saarland, die Schindels Versagen und Millionenverluste mit den von ihnen erwirtschafteten Steuern und Abgaben mitfinanzieren müssen.

 

Außerdem macht Schindel so, als seien private Unternehmen im Umgang mit Daten per se vertrauenswürdiger. Gehackte Mails im Außenministerium und Datenklau im Bundestag sprechen eine andere Sprache. Im Gegenteil, durch die strengeren Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung sind es vor allem mit ihrem eigenen Geld haftenden Private, die massiv in Datensicherheit investieren. Und dann überrascht es natürlich, dass gerade Schindel sich zur Sicherheit von Daten bei Privatunternehmen so kritisch äußert. Schließlich ist er es, der als Fotomodel massig Bilder bei Instagram (und damit dem Facebook-Konzern) postet. Am liebsten will man ihm zurufen: „Schindel, bleib bei deiner Timeline!“