Wochenspiegel-Kolumne: Es wird erst genug Wohnraum geben, wenn wir ihn bauen.

Wohnraum ist Lebensraum. In Saarbrücken besteht ein ungedeckter Bedarf an ca. 220 neuen Wohnungen jährlich. Saarbrücken muss mehr bauen.

Sozialer Wohnungsbau ist wichtig. Wohnungsbau darf aber nicht nur punktuell erfolgen, sondern muss die Bedürfnisse aller Bürger berücksichtigen. Viele Menschen, Familien mit untererem und mittlerem Einkommen, Studenten und Senioren suchen angemessenen und bezahlbaren Wohnraum. Auch hier ist Hilfe notwendig.

Wohnungsbau darf keine sozialen Konflikte hervorrufen. Die Bürger unserer Stadt sollen miteinander und nicht gegeneinander leben. Bauvorhaben dürfen daher Begegnungsräume nicht zerstören. Nicht jede Baulücke ist eine Baulücke. Zur Bebauung sind vorrangig Flächen heranzuziehen, welche tatsächlich brachliegen und sich nicht als Treffpunkt der Bürger herausgebildet haben. Die Innenverdichtung der städtischen Bebauung muss sich auch verstärkt auf den Altbaubestand ausrichten. Der Ausbau und Renovierung von Altbauten benötigt finanzielle Förderung.

Wohnungsbau findet überwiegend durch private Investoren statt. Die Stadtverwaltung muss diese Investoren besser unterstützen können. Die Dauer von Baugenehmigungsverfahren muss verkürzt werden. Entscheidungsprozesse sind daher zu straffen, städtische Mitarbeiter von zeitraubenden Formularbearbeitungen zu befreien. Die Digitalisierung der Verfahren ist der richtige Ansatz.

Startklar für Veränderung! gerald.kallenborn@startklar2019.de