Wochenspiegel-Kolumne: Startklar für smarten Verkehr

Saarbrücken ist als Groß- und Pendlerstadt täglich einer großen Verkehrsbelastung ausgesetzt. Täglich fahren allein 72.000 Pendler in unsere Landeshauptstadt. Das zeigt die große wirtschaftliche Bedeutung in der Region. Allerdings erklärt das auch, warum die Stadt an einem Verkehrsinfarkt leidet.

Für mich ist klar, dass wir das nur schaffen, indem wir diverse Mobilitätsformen stärken und harmonisieren. Deshalb setze ich mich für Schnellradwege ein, die das Radfahren wirklich attraktiver machen. Statt aufgemalter Radwege auf Hauptverkehrsachsen, möchte ich baulich getrennte Fahrradwege, die nicht nur schöner, sondern auch sicherer sind. Außerdem müssen wir den öffentlichen Nahverkehr endlich besser takten und uns für eine neue Wabenstruktur einsetzen, damit die Ticketpreise endlich sinken und Busfahren auch in Saarbrücken zur echten Alternative wird. Und wir müssen den PKW-Verkehr besser koordinieren. Durch smarte Lösungen, wie digitale Verkehrsampeln, die immer für einen optimalen Verkehrsfluss sorgen, aber auch durch einen Saarbrücker Ring. Deshalb fordere ich die Umsetzung der Nord- und Südtangente. Denn nur, wenn wir insbesondere die 72.000 Pendler morgens schnell in die Stadt und nachmittags wieder aus der Stadt leiten, kann eine echte Verkehrsentlastung gelingen. Dies wird nicht nur den Pendlern zu Gute kommen, sondern auch die Lärm- und Luftimmissionen für die Bürger unserer Stadt enorm reduzieren und den LKW-Durchgangsverkehr aus der Stadt raushalten.