Wochenspiegel-Kolumne: Zwischen den Jahren – zwischen den Wahlen?

Es wird zwischen den Jahren wohl den meisten Leuten so gehen: Das alte Jahr ist quasi beendet, das neue hat noch nicht angefangen und man befindet sich quasi in einem ruhigen Schwebezustand. Nach der letzten Stadtratssitzung habe ich jedoch das Gefühl, dass sich auch die Ratsmehrheit aus SPD, Grünen und Linken in einem Schwebezustand befindet. Ganz so als wäre die alte Amtszeit quasi beendet und man würde schlicht darauf warten, dass die neue im Juni beginnt, werden wichtige Projekte immer wieder aufgeschoben oder nicht mehr bis zur Wahl angegangen. Stattdessen konzentriert man sich wohl lieber auf Wahlkampf.

Zwar ist die Zeit zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel für Familien und Berufstätige eine gute Gelegenheit, um sich zu erholen und zu neuen Kräften zu kommen. Wenn SPD, Grüne und Linke jedoch zwischen der Verabschiedung ihres letzten Haushaltes und der Kommunalwahl ebenso die Arbeit einstellen wollen, dann schadet dies unserer Stadt. Saarbrücken steht vor enormen Herausforderungen, etwa im Bereich der Bildung, bei der Bau- und Wohnungsbaupolitik oder bei der Bewältigung des Verkehrsaufkommens in unserer Stadt. Wer jetzt bis zur Kommunalwahl die Arbeit einstellt, der nimmt aus egoistischen in Kauf, dass unsere Stadt wichtige Zeit verliert. Wir werden daher auch in den kommenden Monaten unser Augenmerk auf das legen, wofür wir gewählt wurden: zukunftsorientierte Kommunalpolitik für Saarbrücken.