Wochenspiegel-Kolumne: Last Christmas…

Kennen Sie das? In der Vorweihnachtszeit werden wir Jahr für Jahr mit denselben „Klassikern“ beschallt. Oft genug sind darunter auch Lieder, die man schon tausendmal gehört hat, fast auswendig kann und die man einfach nicht mehr hören kann.

So geht es mir mittlerweile mit dem Haushalts-„Antrag“ von SPD, Grünen und Linken. Jahr für Jahr dasselbe. Man kommt sich vor wie in einer Endlosschleife von „Last Christmas“. Immer dieselben Vorwürfe und Forderungen an Regionalverband, Land und Bund. Schuld sind natürlich immer die anderen. Konkrete Maßnahmen benennt Rot-Rot-Grün kaum, stattdessen Luftschlösser für die Zeit nach der eigenen Amtszeit. Und zur leidigen Frage, wo das Geld für die eigenen Forderungen herkommen soll machen sich SPD, Grüne und Linke keine Gedanken. Außerdem nehmen die Koalitionäre ihre Anträge scheinbar schon selbst nicht mehr ernst. Für den Lärmschutz am Staden etwa wird seit drei Jahren immer wieder dasselbe beschlossen, umgesetzt wurde bislang nichts. Egal, auch in diesem Jahr wird man denselben Alibi-Text einfach wieder beschließen.

Rot-Rot-Grün hat keine Lust mehr auf neue Ideen, notwendige Einsparungen und darauf, wirklich Verantwortung für Saarbrücken zu übernehmen. Wer daran zweifelt, der muss nur einen Blick in ihren Haushalts-„Antrag“ stellen. Es wird Zeit, dass Saarbrücken eine neue Mehrheit im Stadtrat bekommt, und dass dieses Weihnachten für Rot-Rot-Grün das „Last Christmas“ wird.