Wochenspiegel-Kolumne: Für eine spürbar sicherere Innenstadt

Gerade in den letzten Wochen haben sich die Meldungen über diverse Gewaltverbrechen in der Saarbrücker Innenstadt wieder einmal gehäuft. Meldungen, die beschreiben, wie mehrköpfige Personengruppen Vitrinen einschlagen und dabei Menschen verletzen und Meldungen, die Massenschlägereien und Messerstechereien in der Innenstadt beschreiben.

Wir müssen uns die Frage stellen: Wie kann das sein? Wo versagt unser Rechtsstaat, dass sich solche Szenen mitten in unserer Stadt abspielen können?

Ein Problem ist, dass es schlichtweg an ausreichend Sicherheitspersonal fehlt, dass vor Ort und gerade an Brennpunkten wie die Johanneskirche Präsenz zeigen kann. Zur nächsten Stadtratssitzung bringen wir deshalb eine Resolution ein, mit der wir der Oberbürgermeisterin das nötige Rüstzeug mitgeben wollen, um beim Land die Forderung nach mehr Polizeipräsenz zu untermauern. Neben der ohnehin zu verbessenden personellen, finanziellen und sachlichen Ausstattung regen wir konkret die Anschaffung mobiler Polizeiwachen an. Diese können beispielsweise als Container oder Fahrzeuge, ausgestattet mit den nötigen polizeilichen Kommunikationssystemen, dann punktuell an Brennpunkten wie der Johanneskirche eingesetzt werden. Mit derartigen voll einsatztauglichen Wachen haben andere deutsche Großstädte wie Köln, Berlin und Hannover bereits positive Erfahrungen gesammelt. Dieses Erfolgskonzept wollen wir nun auch auf Saarbrücken zu unser aller Sicherheit übertragen.