FDP verwundert über Wahlkampfvolte der CDU

Raab: Messegelände darf nicht verscherbelt werden

Saarbrücken, den 25.10.2018 – „Die Zukunft des ehemaligen Messegeländes hängt seit Jahren in der Warteschleife. Es ist gut und richtig, dass wir das Grundstück endlich an einen Projektentwickler verkaufen wollen“, äußert sich der Vorsitzende der FDP-Stadtratsfraktion Tobias Raab. „Dabei ist aber richtig, dass wir jetzt, nachdem die Oberbürgermeisterin Britz (SPD) das Thema seit Jahren schmerzlich vernachlässigt hat, auch nicht in wenigen Wochen über einen Verkauf entscheiden wollen. Die Sache darf jetzt nicht übers Knie gebrochen werden.“

Die Freien Demokraten befürchten, dass das Grundstück weit unter Wert verkauft werden könnte und haben deshalb bereits im September für den kommen Stadtrat eine entsprechende Antragsinitiative gestartet. „Wir fordern ein europäisches Interessenbekundungsverfahren“, so Raab weiter. „Dieses Verfahren ist vergaberechtlich unverbindlich und dient der europaweiten Markterkundung. Es gibt viele Projektentwickler, die sich mit der Umgestaltung von Brownfields beschäftigen und großartige Projekte realisiert haben. Zum einen würden wir mit einer breiten Suche einen realistischen Preis ermitteln und die Verscherbelung des Geländes verhindern, auf der einen Seite kann man so das Potential dieses innerstädtischen und infrastrukturell ideal angebundenen Geländes ausschöpfen. Ein larifari Projekt ist in dieser Premiumlage absolut dekadent.“

Die Freien Demokraten im Saarbrücker Stadtrat kritisieren den bisherigen Umgang der Verwaltung mit dem Messegelände. „Lange Zeit ist die Oberbürgermeisterin bei der Messe in Lethargie verfallen, bevor sie vor wenigen Wochen in Aktionismus aufgewacht ist. Wir brauchen aber eine solide Lösung und sollten uns Zeit für ein ordentliches Verfahren nehmen, an dem die Fraktionen von Anfang an eingebunden werden. Selbst eine Berichterstattung über den bisherigen Verfahrensverlauf wurde uns von der Oberbürgermeisterin bislang verweigert“, so Tobias Raab abschließend.