Wochenspiegel-Kolumne: Ludwigsparkstadion

Leider gibt es beim Umbau des Ludwigsparkstadions schon wieder massive Schwierigkeiten. Wenn man sich die ganze Situation nochmal vor Augen führt, kann man nur noch mit dem Kopf schütteln und man wähnt sich in einem falschen Film. Eine Preissteigerung nach der anderen und die Stadt muss sich nun fragen lassen, ob sie sich nicht als Bauherrin des Ludwigsparkstadions völlig übernommen hat. Im Nachhinein wäre es wahrscheinlich besser gewesen einen Generalunternehmen zu nehmen, als unter der Annahme Geld zu sparen, selbst als Bauherr aufzutreten. So wie es jetzt ist, sind wir ärgerlicherweise bei jedem Bauabschnitt und den dazugehörigen Ausschreibungen der Gefahr ausgesetzt, dass das Budget wieder überschritten wird und es bleibt nur noch das Prinzip Hoffnung. Angefangen hatten wir damals mit Kosten von 16 Mio. und sind mittlerweile bei 26 Mio. Euro, die jetzt auch schwer wackeln könnten. Am Anfang des Projektes konnte man ja noch dem ganzen Umbau irgendwie etwas abgewinnen und zustimmen. Mittlerweile jedoch kommt man sich schon sehr veräppelt vor. Wie soll man das Ganze nur denen erklären, die letztendlich dafür bezahlen müssen. Das sind wahrscheinlich Sie und ich und alle anderen Saarbrücker Steuerzahler. In der Regel will man doch vorher wissen, was es kostet, sonst würde man ja erst gar nicht damit anfangen. Nur in Saarbrücken wird abgerissen ohne die Sicherheit zu haben, dass man auch wieder im angedachten Rahmen aufbauen kann.