Wochenspiegel-Kolumne:Verkehrsgutachten zum Triller täuscht!

Winston Churchill soll gesagt haben: „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“. Ebenso gut hätte er davor warnen können, Gutachten zu trauen, die man nicht selbst in Auftrag gegeben hat. Und wer weiß was Churchill dazu gesagt hätte, wenn Gutachten zur Rechtfertigung künftiger Vorhaben missbraucht werden, obwohl sie längst nicht mehr von den aktuellen Fakten ausgehen.

So geschieht es derzeit beim Verkehrsgutachten für das Bauvorhaben „Am Triller“. Die Verkehrszahlen stammen aus dem Jahre 2015 und enthalten bislang nur die Abfahrten der Aushubmassen aus der Baustelle, nicht aber die Zufahrten der Schwerlastfahrzeuge für die zu errichtenden Wohnblocks, die mit 32 Tonnen aber das Doppelte der Mengenabfahrt betragen werden. Nach Schätzungen und aufgrund des Verkehrsgutachtens sind für die Abfahrten 3.000 bis 3.500 Fahrten von Schwerlastwagen erforderlich. Dies bedeutet eine Verkehrsbelastung in den engen Straßen um den Triller von ca. 6.000 – 8.000 Schwertransporten. Da jedoch in dem genannten Bereich teilweise Belastungsbeschränkungen bestehen, kann eher von 10.000 Fahrten kleinerer Lastwagen ausgegangen werden.

All dies fehlt im Gutachten, das daher eigentlich keine Grundlage für die geplantMassivbebauung mehr sein dürfte. Die Verwaltung nutzt es dennoch. Ganz gleich ob aus Bequemlichkeit oder zur Irreführung der betroffenen Anwohner, die FDP wird sich hieran nicht beteiligen!