Wochenspiegel-Kolumne: Nicht den (Heiden-)Kopf verlieren

Oft gibt es Uneinigkeit darüber, wo die Stärken unserer Stadt liegen, und worin eher Schwächen zu sehen sind. Bei einer Stärke, die maßgeblich dazu beiträgt, dass Saarbrücken so lebenswert ist, kann es aber keine zwei Meinungen geben: Grünanlagen und Wald! Gerade im Hitze-Sommer dieses Jahres konnte man die Bedeutung der Wälder und Grünanlagen für die Bürger unserer Stadt erkennen. Sie bieten nicht nur einen Rückzugsraum für Erwachsene, Kinder und Hunde, sie sind auch enorm wichtig für die Kühlung der Luft – sowohl im Nahbereich, als auch auf die ganze Stadt bezogen.
Leider scheint diese Funktion für die städtische Verwaltung und die Ratsmehrheit aus Roten, Dunkelroten und Grünen nicht besonders wichtig zu sein. Wie sonst ließe es sich erklären, dass man sowohl am Heidenkopf als auch am Triller bedeutsame Grünflächen für große Bauvorhaben opfert, ohne Umweltbedenken zu berücksichtigen? Oder dass man nicht zunächst nach Leerständen, freien Grundstücksflächen, Sanierungsmöglichkeiten und Optionen im Umland schaut?
Wir werden uns deshalb auch weiterhin im Stadtrat für eine intelligente Wohnungsbaupolitik einsetzen. Die Folgen einer zunehmenden Beseitigung von Waldflächen und Grünanlagen für die Lebensqualität und das Klima in unserer Stadt könnten verheerend sein. Daran ändern auch Euphemismen wie etwa die Bezeichnung „parkähnliche Grünanlage“ bei den derzeit von SPD, Grünen und Linken gewollten Bauvorhaben nichts!