Wochenspiegel-Kolumne: Wie Rot-Rot-Grün die Jugend aussperrt

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Im Grundsatz sind sich immer alle darüber einig, dass man mehr für Jugendliche tun muss. Wenn man jedoch genauer hinschaut erkennt man, dass es manche Parteien in Wirklichkeit nicht so ernst nehmen, wie sie gerne vorgeben. Auch Rot-Rot-Grün.

In der Vergangenheit hatten die drei Fraktionen bereits unsere Anträge zu einer Stärkung des Freizeitangebots und zu einer jugendgerechten Infoveranstaltung im Rathaus abgelehnt. In der letzten Stadtratssitzung versuchten wir einen neuen Anlauf: Wir forderten die Einführung eines von den Schülern der weiterführenden Schulen gewählten Jugendbeirats mit dem Recht, in den Ausschüssen und dem Stadtrat anwesend sein und sich mit eigenen Vorschlägen einbringen zu dürfen. Das saarländische Landesrecht sieht diese Einrichtung sogar vor. SPD, Grüne und Linke lehnten den Jugendbeirat dennoch ab. Es gebe ja schon so viele Beiräte, der Jugendbeirat wäre einer zu viel. Wieso sollen gerade Jugendliche ausgeschlossen werden? Sie sind es schließlich, die von den Weichenstellungen im Stadtrat am meisten beeinflusst werden, und sie sind die einzige Gruppe, aus der keine Stadtratsmitglieder aktiv oder passiv gewählt werden können.

Rot-Rot-Grün verschenkt immer wieder die Möglichkeit, künftige Wähler für die Gestaltungsmöglichkeiten in unserer Stadt zu begeistern. Ob dies daran liegt, dass SPD, Grüne und Linke sich nach fast zehn Jahren schlechten Regierens selbst nicht mehr zutrauen, jemanden zu begeistern?
Autor: Tobias Raab[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]