Wochenspiegel-Kolumne: Neue Mitte an der Brücke

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Das Projekt „Stadtmitte am Fluss“ ist mittlerweile tot und in den Tiefen diverser Schubladen verschwunden. Stattdessen lebe jetzt das Projekt „Neue Mitte am Fluss“. Diese Meinung vertritt jedenfalls das Saarbrücker Bürgerforum, ein Zusammenschluss von engagierten Bürgern, die sich der Verschönerung und Aufwertung unserer Innenstadt verschrieben haben. Wir und die anderen Stadtratsfraktionen bekamen eine kleine Broschüre zu den neuen Ideen des Bürgerforums geschickt. Im Kern handelt es sich um eine Überdachung der Stadtautobahn A620 auf Höhe des Schlosses mit gläsernen Seitenwänden, die zu einer Lärmreduzierung auf beiden Seiten der Saar beitragen sollen. Vom Prinzip her eine schöne Sache, wenn da nur nicht die schwierige Situation der Stadt wäre. Vor dem Hintergrund von Haushaltssanierungsplänen, Stellenreduzierungen und Investitionsdeckelungen sehe ich die Chancen eher schlecht bis unmöglich ein solches Projekt ernsthaft umzusetzen, geschweige überhaupt Geld und Personalstunden für Konzepte und Planungen locker zu machen. Selbst ein scheinbar einfacher Lärmschutz gegenüber des Stadens zieht sich seit Jahren durch die politische Diskussion. Und der Verlauf des Umbaus des Ludwigsparkstadions ist auch keine wirklich positive Geschichte für unsere Landeshauptstadt. Es wäre angebracht, wenn die Verwaltung und die Rot-Rot-Grüne Koalition offen und ehrlich kommunizieren würde, dass es im Moment und in den nächsten Jahren nicht viel zu holen gibt.
Autor: Karsten Krämer[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]