Wochenspiegel-Kolumne: Leichtes Opfer leichte Sprache?

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Der Bedarf an leichter Sprache wird der Gesellschaft immer bewusster. In einer immer älter werdenden Gesellschaft, in der auch Menschen mit Beeinträchtigungen ihr Recht auf Teilhabe verwirklichen können sollen, eröffnet leichte Sprache allen, die etwa aufgrund von Demenz oder anderer Einschränkungen den Zugang zu anderer Sprache nicht mehr finden, neue Möglichkeiten.

Zu Recht hatte daher die Grünen-Fraktion bereits vor Jahren einen Antrag zum Thema gestellt. Das Ergebnis? Die Verwaltung hat eine Arbeitsgruppe gegründet, die mögliche Anwendungsgebiete für leichte Sprache zusammengetragen und dann eine Prioritätenliste erarbeitet hat. Viel Aufwand für nichts, denn leichte Sprache wird auch jetzt noch in keiner Veröffentlichung der Landeshauptstadt angeboten.

Den Grünen genügt scheinbar, dass sie einen Antrag zum Thema stellen und die Verwaltung ewig darüber nachdenkt. Geschenkt. Wir wollen aber, dass wirklich eine Umsetzung stattfindet, von der Betroffene profitieren. Wir haben daher beantragt, dass in einem konkreten ersten Schritt der Unterseite der Internetpräsenz Saarbrückens, auf der die Bürgerdienste aufgelistet sind, in leichte Sprache übersetzt wird. Die Beauftragung eines Übersetzers kostet wenige hundert Euro und die Seite stünde Betroffenen nach wenigen Stunden zur Verfügung. Wir werden uns sehr genau anschauen, wie die anderen Parteien mit diesem sinnvollen Antrag umgehen!
Autor: Tobias Raab[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]