Wochenspiegel-Kolumne: Verkehrter Verkehr

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Die Themenfelder, auf denen eine Kommune selbständig entscheiden kann, sind begrenzt. Weder bei der Sicherheit, noch bei Wirtschaft oder Bildung haben unsere Gemeinden den Handlungsspielraum, den sie sich wünschen würden. Es gibt aber auch Gebiete, auf denen eine Kommune vieles bewegen kann. Ein Paradebeispiel hierfür ist die Verkehrspolitik.
Auch Saarbrücken kann hier viel verbessern. Oder könnte. Denn der politische Wille, Dauerstau, Parkplatznot und Luftqualität in den Griff zu bekommen scheint sowohl im Rathaus als auch bei der geschrumpften rot-rot-grünen Ratsmehrheit zu fehlen. Schlechte Ampelschaltungen, immer weniger bezahlbare Parkplätze, ungünstig geplante Baustellen, teils unnötige Tempolimits und künftig vielleicht auch Fahrverbote. So wird sich die Verkehrslage in unserer Stadt mit Sicherheit weiter verschärfen.
Dabei zeigen immer mehr Gemeinden, wie eine zukunftsorientierte Verkehrspolitik aussehen kann. Beispielsweise mit einer digitalen Verkehrssteuerung, die auf aktuelle Entwicklungen eingeht und optimalen Verkehrsfluss gewährleistet. Mit bezahlbaren und leicht erreichbaren Parkplätzen und einer Förderung für alternative Antriebe und synthetische Kraftstoffe. All das würde den Saarbrückern nicht nur Nerven und Zeit sparen, sondern auch dazu beitragen, die Luftqualität nachhaltig zu verbessern. Und das sollte doch eigentlich auch Rot-Rot-Grün und die Verwaltungsspitze im Rathaus überzeugen.
Autor: Tobias Raab[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]