Wochenspiegel-Kolumne: Die Crux mit dem Diesel

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Im Moment vergeht kein Tag, in dem nicht über die Dieselaffäre der deutschen Automobilwirtschaft berichtet wird. Eine Sau wird nach der anderen durchs Dorf getrieben. Viele Fahrzeugbesitzer sind zurecht verunsichert anhand von drohenden innerstädtischen Fahrverboten. Da können auch auch noch so reizvolle Rabatte auf Neuwagen nicht die Verärgerung über die Salamitaktik mancher Automobilhersteller im Umgang mit ihren Kunden wegwischen. Nicht jeder kann und möchte gleich in einen Neuwagen investieren. Das viel diskutierte E-Auto sehe ich im Moment auch noch nicht in größerer Stückzahl als Ersatz. Ein Elektromotor ist auch nur solange emissionsfrei, bis man hinter die Steckdose schaut, aus der der Strom kommt. Wenn E-Auto, dann auch am besten gleich den Carport mit Photovoltaikanlage dazu. Wenn ich mir das leisten könnte, würde ich es mir evtl. auch zulegen. Ansonsten werden nur Emissionen verlagert. Pi mal Daumen würde der gesamte deutsche Stromverbrauch um 30% steigen, wollte man alle Benzin und Diesel-Fahrzeuge abschaffen. Wenn man sich parallel dazu anschaut, wie schwierig und langwierig die Energiewende inkl. Netzausbau läuft, sollte dringend mehr Sachverstand in der politischen Diskussion stattfinden, man muss sich hier, auch wenn es kompliziert ist, eben das große Ganze anschauen, sonst ist am Ende wieder der Kunde und Endverbraucher der Dumme. Die Welt besteht am Ende eben nicht aus ideologischen Wünschen und platten Sprüchen.
Autor: Karsten Krämer[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]