Wochenspiegel-Kolumne: Es brennt bei der Feuerwehr!

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Solche Nachrichten, wie sie letzte Woche durch die Presse gingen und das katastrophale Klima bei der Saarbrücker Berufsfeuerwehr schilderten, habe ich in meinen 8 Jahren Stadtratstätigkeit noch nicht erlebt. Schon vor 3 Jahren schrieb ein großer Teil der Mannschaft einen Brandbrief an die Oberbürgermeisterin mit der Bitte, die unhaltbaren Zustände auf der Wache 1 zu beenden.
Als Reaktion wurden mittlerweile 3 spezialisierte Mediatoren engagiert und vielzählige Krisengespräche geführt. In der Öffentlichkeit war nichts mehr zu hören. Nur verbessert hat sich nichts, der verpasste Deckel des Schweigens platzte unter dem Druck. Den beschwichtigenden Aussagen des zuständigen Dezernats, dass es nur ein paar wenige Querulanten wären, die mit den neuen Zeiten nicht zurechtkämen, kann man wirklich nicht mehr glauben. Eine Feuerwehrmannschaft zu demoralisieren ist nicht ganz einfach. Aber, wenn man sich mit Betroffenen unterhält, hört man ganz andere Sachen, da ist von massivem Mobbing die Rede, wer nicht ins System passt, wird vor allen durch den Leiter der Berufsfeuerwehr bloßgestellt und runtergemacht. Wer Aussicht auf einen anderen Arbeitsplatz hat, der wechselt. Andere sind mit ihren Nerven am Ende und müssen sich krankschreiben lassen. Die dem Stadtrat schön verkaufte Kooperation mit der Freiwilligen Feuerwehr ist im Grunde aus der Not geboren und soll die Zustände im eigenen Haus kaschieren. Es ist jetzt endlich Zeit das Problem zu lösen.
Autor: Karsten Krämer[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]