WS-Kolumne: Ludwigsparkstadion: Unser BER?

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Und täglich grüßt das Murmeltier. Wer kennt ihn nicht, diesen berühmten Ausspruch, wenn man meint, dass sich gewisse Sachen in einer Endlosschleife immer wiederholen. So gesehen entsteht mal wieder was Großes im Kleinen. Gemeint ist damit, die neuste Kostenentwicklung von 20 auf 28 Millionen Euro rund um die Baustelle am Ludwigsparkstadion. Saarbrücken hat wohl, wie es scheint, Ambitionen sich an unserer Bundeshauptstadt mit ihrem Großflughafen BER ein Beispiel zu nehmen. Uns wurde letztes Jahr noch hoch und heilig erklärt, dass das ganze Projekt sehr gut geplant und durchdacht sei sowie, dass die Kostenschätzung sehr solide sei. Alles so solide, dass man das Projekt Schritt für Schritt im Zeitrahmen durchführen kann. Als erster Schritt wurde gleich mutig abgerissen, und danach hat man mit der Ausschreibung des Wiederaufbaus begonnen. Oh Wunder, und plötzlich bricht das Kartenhaus zusammen, es findet sich einfach kein Bieter, der zu den kalkulierten Preisen bauen will. Böse, böse und Schuld ist die Konjunktur am Bau, schließlich hat man ja keine Fehler gemacht. Diese Aussage muss sich mal langsam durch den Kopf gehen lassen! Schließlich stehen wir jetzt vor vollendeten Tatsachen, und der Drang vieler Kollegen der rot-rot-grünen Koalition, in Wahlkampfzeiten nach vorne zu schauen ist groß. Da kann eine genaue Aufarbeitung der Ursachen schon mal als unwichtig abgetan werden. Ich komme mir mittlerweile schon ziemlich veräppelt vor.
Autor: Karsten Krämer[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]