WS-Kolumne: Wildtiere aus der Manege!

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Mit Verboten tun sich Liberale immer schwer. Wer nicht in die Rechte anderer eingreift, soll sein Leben frei gestalten dürfen. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass der Staat diejenigen schützen muss, die sich nicht selbst beschützen können.

Diesen Gedanken verfolgen wir mit unserem Antrag, dass die Landeshauptstadt ihre öffentlichen Flächen nicht mehr an Zirkusse mit Wildtieren verpachten soll. Grundlage bildet ein Gutachten des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, laut dem eine artgerechte Haltung von Wildtieren in Zirkussen schlicht nicht möglich ist. Die Gründe reichen vom Bewegungsmangel über mangelnden Sozialkontakt mit Artgenossen bis hin zur Dressur. Artgerechte Haltung von Elefanten oder Seehunden im Zirkus? Wohl kaum.

Darf eine Stadt also so ein „Wildtierverbot“ beschließen? Ja! Düsseldorf, Stuttgart, München, Püttlingen und 80 weitere Städte haben mittlerweile so ein Verbot. Warum zögern SPD, Grüne und Linke also in Saarbrücken, wo alle drei Parteien anderswo derartige Verbote doch mitgetragen und sogar selbst initiiert haben? Aus rechtlichen Gründen wohl kaum, Verwaltungsgerichte von Bayern über NRW bis Hessen bestätigten kommunale Wildtierverbote. Parteipolitische Taktik, weil es ein Antrag der FDP ist? Ich weiß es nicht. Ich hoffe nur, dass Rot-Rot-Grün in der kommenden Stadtratssitzung nicht nur an Parteipolitik, sondern auch an das Wohl der Tiere denken wird.
Autor: Tobias Raab[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]