WS-Kolumne: R2G: Das Ende von Kunst im Öffentlichen Raum?

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Seit Ewigkeiten gibt es eine jährliche Förderung für Kunst im Öffentlichen Raum, die 2008 auf Initiative der FDP aufgestockt worden ist. Mit diesem Geld hat die Kunstkommission – eine Expertenrunde aus Saarbrücker Künstlern und Vertreter der Fraktionen – über die Jahre wunderbare Projekte verwirklicht. Ganz aktuell: Das neue Kunstwerk „Duo“ der Isländerin Sigrún Ólafsdóttir auf der Berliner Promenade, das im März eingeweiht wird. Trotz finanzieller Schwierigkeiten war es uns immer wichtig die künstlerische Entwicklung zu unterstützen, weil Kunst wertvoll ist.

Das sehen SPD, Grüne und Linke (R2G) wohl anders. Wie soll man sich sonst erklären, dass die Mittel für 2017 ersatzlos gestrichen worden sind. Oder hat das Bündnis den Haushalt nicht gelesen, dem es dann zugestimmt hat? Die meisten schienen es dann doch aus der Presse erfahren zu haben – zum Glück gibt es die Pressearbeit der Freien Demokraten.

Und der „Kultur“dezernent? Der schweigt. Anstatt sich vor seine Kunstkommission zu stellen. Und die Stadt schiebt die Schuld lieber auf die Kommunalaufsicht. Der beschlossene Haushaltsantrag vom rot-rot-grünen Bündnis hat Mehrausgaben ohne Gegenfinanzierung. Jetzt wird an der Kunst gespart! Und das Argument, dass ab 2018 das Geld wieder da sei: Was einmal aus dem Haushalt raus ist, kommt so leicht nicht wieder rein. Und wenn man sich die Kulturbegeisterung von Herrn Brück anschaut, habe ich wenig Hoffnung, dass er für die Kunst im Öffentlichen Raum kämpft.
Autor: Tobias Raab[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]