FDP Saar gegen Zwangsinklusion und für Erhalt der Wahlfreiheit

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Freie Demokraten sehen sich durch den Verband Reale Bildung in Forderungen bestärkt

Saarbrücken, den 23.01.2017 – Wie aus einem Bericht der Saarbrücker Zeitung hervorgeht, fordert der Verband Reale Bildung (VRB), der Lehrer und pädagogische Fachkräfte an Gemeinschaftsschulen, Realschulen und Förderschulen vertritt, einen vorläufigen Stopp der Inklusion an Schulen. Für einen inklusiven Unterricht seien die notwendigen Bedingungen derzeit nicht gegeben. Wer einen „radikalen Inklusionsansatz“ verfolge, müsse erst die Finanzierung klären.

Auch die Freien Demokraten hatten zuvor wiederholt gefordert, dass zunächst alle notwendigen Maßnahmen für eine menschengerechte Inklusion geschaffen werden müsse. „Anders als vom Verein Miteinander Leben Lernen und Dunja Fuhrmann vor wenigen Wochen dargestellt, wollen wir keine Menschenrechte aussetzen.“, so der stellvertretende Landesvorsitzende Tobias Raab. „Das Gegenteil ist der Fall. Momentan wird die Inklusion absolut mangelhaft umgesetzt. Schüler mit Förderbedarf werden in vielen Regelschulen auf den Gängen oder im Nebenraum untergebracht, die sachliche Ausstattung der Schulen ist unzureichend und die Lehrer sind nicht auf die speziellen Anforderungen vorbereitet. Eine qualitativ hochwertige Bildung aller Schüler setzt zuerst eine gute personelle und sachliche Ausstattung der Schulen voraus. Den derzeitigen Zustand kann man hingegen nicht unter einer sachgerechten Umsetzung eines Menschenrechtes verstehen.“

Die Freien Demokraten setzen sich außerdem für den Erhalt der Förderschulen ein und stellen klar, dass die UN-Konvention keine Pflicht zum Besuch von Regelschule vorsieht, sondern nur die Möglichkeit eröffnen soll. „Deshalb fordern wir den Erhalt der Wahlfreiheit. Eltern sollen entscheiden können, ob ihr Kind auf eine Regel- oder auf eine Förderschule gehen soll, weil die Familien am besten wissen, was für das eigene Kind gut ist. Es kann nicht sein, dass grüne Ideologie falsch verstanden wird und ein Zwang zur Inklusion entsteht.“, so Raab. „Zudem hat der VRB Recht, wenn er darauf hinweist, dass unser Förderschulsystem, hochspezialisiert und effektiv sei. Wer das leichtfertig abschafft ohne daran zu denken, dass es für den Einzelnen genau das richtige sein kann, wird der Inklusion nicht gerecht.“, so Raab abschließend.
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