WS-Kolumne: Die Illusion der Inklusion

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Wenig aktuelle Themen polarisieren so stark, wie das Thema der Inklusion. Zu Recht hat diese Idee viele Verfechter: Das Bild einer Gesellschaft, in der alle miteinander lernen und keiner ausgegrenzt wird, ist auch für Liberale ein erstrebenswertes Ideal. Warum haben die Freien Demokraten im Saarbrücker Stadtrat dennoch eine vorübergehende Aussetzung weiterer Inklusionsmaßnahmen gefordert?

Der Grund liegt darin, dass im Saarland Inklusion stattfindet, ohne dass hierfür die Voraussetzungen geschaffen wurden. Viel zu wenige Inklusionshelfer, für die Inklusion nicht ausgebildete Lehrer, zu große Klassen und Schulen, die weder personell noch sachlich ausreichend ausgestattet sind. Dennoch wird die Inklusion vorangetrieben, als ob alles in bester Ordnung wäre.

Der Junge Saarländische Lehrerinnen und Lehrerverband schlägt Alarm, weil immer mehr Lehrer sich überfordert fühlen. Und immer mehr Schüler mit Förderbedarf werden an Regelschulen allein in Nebenräumen von der Klasse getrennt untergebracht. Soll das die Umsetzung eines Menschenrechts sein? Ist diese Art von Inklusion es wert, dass immer mehr Förderschulen geschlossen werden? Wird so Schülern mit Förderbedarf geholfen? Wir meinen nein! Bevor die Inklusion weiter vorangetrieben wird, müssen endlich die Voraussetzungen geschaffen. Sonst bleibt es nur bei der Illusion der Inklusion, und das auf dem Rücken der Schüler, Lehrer und Eltern.
Autor: Tobias Raab[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]