WS-Kolumne: Das bisschen Haushalt…

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Kennen Sie noch das Lied „Das bisschen Haushalt…“ von Johanna von Koczian? Es handelt von einem Partner, der weder schätzt noch anerkennt, wieviel Arbeit es ist, sich um den Haushalt zu kümmern. Und der auch keine Lust hat, sich um den Haushalt zu kümmern. So wie Rot-Rot-Grün in Saarbrücken.

In der Haushaltssitzung in dieser Woche hatte man fast das Gefühl, dass es SPD, Grünen und Linken lästig war, sich in die Niederungen des städtischen Haushaltes zu begeben. Deshalb ließen sie es. Der Antrag der Koalition beinhaltete kaum konkrete Maßnahmen und keine Zahlen. Stattdessen viele Wünsche und Verhandlungsaufträge an die Verwaltung. Einsparvorschläge zur Finanzierung ihrer Wünsche? Fehlanzeige! Das bisschen Haushalt soll halt die Verwaltung machen.

Dabei kann sich Saarbrücken diese Ignoranz nicht leisten. Unsere Stadt braucht einen mutigen Umbau: von verlustreichen und verzichtbaren Eigenbetrieben muss man sich lösen, die Verwaltung – auch bei den Dezernenten – gesundschrumpfen. Dann hat Saarbrücken auch wieder Mittel, um sich um seine wirklichen Aufgaben zu kümmern: Schulen, Straßen, Sicherheit und Vereine. Der Haushalt wäre eine Chance gewesen, diese Entwicklung einzuleiten. Leider wurde ein entsprechender Antrag von der Koalition mit einer vagen Begründung abgelehnt. Schlecht für Saarbrücken – an dem bisschen Haushalt hängt nämlich die Zukunft unserer Stadt.
Autor: Tobias Raab[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]