WS-Kolumne: VEP – Der Verkehrs-Ertickungs-Plan

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Lange hat die Stadt Saarbrücken am VEP gearbeitet. Offiziell steht dies für „Verkehrs-Entwicklungs-Plan“. Dabei wird in den Plänen mehr verboten als entwickelt. Ein besserer Name wäre „Verkehrs-Erstickungs-Plan“ gewesen.

Beispielsweise will man die Betzenstraße für Pkws sperren. Eine echte Fußgängerzone würde die Betzenstraße jedoch nicht: Busse sollen hier weiterhin fahren. Zusätzlicher Raum zum Verweilen entsteht also nicht. Gleiches gilt für die Großherzog-Friedrich-Straße, die ab der Kaltenbachstraße gesperrt werden soll. Was auf virtuellen Bildern als schöner Rathausplatz wirkt, würde Autofahrer vertreiben und negative Auswirkungen auf den Verkehr und die Besucherzahlen Saarbrückens haben.

Außerdem will man die Parkgebühren für städtische Parkplätze erhöhen, um Autofahrer verstärkt zu Q-Park zu treiben. Im Rathaus will man das Unternehmen also für seine horrenden Preise und die Vernachlässigung der Parkhäuser trotz Quasi-Monopol auch noch belohnen. Vernünftiger wäre es, die Preise der städtischen Parkplätze zu senken, Q-Par Druck zu machen und zu einer neuen Preisstruktur zu bewegen.

Das Schlimmste am VEP: Eine Entlastung der Verkehrsteilnehmer durch intelligente Ampelschaltungen, bezahlbaren Parkraum und ein besseres Verkehrsleitsystem fehlt. Stattdessen setzt man im Rathaus auf Umerziehung durch Gängelung. Wieder einmal.
Autor: Tobias Raab[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]