WS-Kolumne: Halbherzige Tradition

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Irgendwie wächst in mir das Gefühl, dass die sinnvollen Sachen in unserer Stadt selten bis zu Ende gedacht, beziehungsweise nur halb realisiert werden, sei es aus Geld- oder irgendeinem anderen Mangel. Wenn man sich Beispiele aus der Vergangenheit anschaut, war das wohl auch schon früher eine gute saarländische Tradition. Man nehme nur die Parksituation rund um die Saarlandhalle und das Ludwigsparkstadion. Beide Bauten wurden errichtet ohne die entsprechende Anzahl an Stellflächen für die Besucher. Das Programm der Saarlandhalle entwickelt sich erfreulich und nach der Sanierung des Fussballstadions sollte dort der Besucherstrom zunehmen. Als Lösung werden Parkplätze außerhalb mit Shuttlebusanbindung angedacht. Was für ein Fussballspiel ja noch sinnvoll klingt, ist für die ein oder andere Abendveranstaltung in der Saarlandhalle schon eher abschreckend. Sich in feiner Garderobe bei warmen Wetter in einen Bus zu zwängen oder gar bei Regen die Camphauser Straße hoch zu laufen, auf einem Gehweg, der dann auch derart zugestellt ist, dass kaum noch ein Fußgänger durch passt, ist nicht gerade das beste Aushängeschild. Da ja heutzutage auch wieder so viel Wert auf Tradition gelegt wird, sollte sich in Zukunft an der Problematik wohl nichts ändern. Aber jeder Bürger hat ja alle paar Jahre wieder das Recht, entsprechend zu wählen und sich zu entscheiden, welche politischen Vertreter das Zepter in die Hand nehmen sollen.
Autor: Karsten Krämer[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]