WS-Kolumne: Die scheinbare Sicherheit

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Wie letztens schon in der Saarbrücker Zeitung berichtet wurde, hatte sich unsere Stadt in einem Schreiben an Innenminister Bouillon gewandt, um auf die Notwendigkeit der Verstärkung von Sicherheits- und Überwachungsmaßnahmen in Saarbrücken aufmerksam zu machen. Es gibt aber im Saarland bereits jetzt ausreichend rechtliche Möglichkeiten an Gefahrenorten eine Videoüberwachung durchzuführen. An einigen Plätzen würde das ja auch Sinn machen. Minister Bouillon ist bislang aber lieber im Wahlkampfmodus und setzt sich für eine Gesetzesverschärfung zugunsten einer flächendeckenden Videoüberwachung ein. Das hört sich für manch einen erstmal nach mehr Sicherheit an. Gibt es doch in der Innenstadt vom Bahnhof bis zur Johanniskirche eine recht rege Szene aus Randständigen und Jugendlichen, die ihre berufliche Zukunft eher in der Drogenlogistikbranche sehen. Angst hatte ich bisher noch nicht, wenn ich abends auf dem Weg nach Hause war. Aber ein direktes Aushängeschild für Saarbrücken ist dieses Treiben auch nicht. Nur zweifle ich wirklich an der Wirksamkeit einer flächendeckenden Videoüberwachung. Man muss ja auch mal die Frage stellen, welches Personal die ganzen Kameras im Auge behalten soll und ob die Polizei überhaupt schnell genug eingreifen könnte. Die jetzige Szene scheut sich jedenfalls nicht vor der Öffentlichkeit. Viel sinnvoller wäre es jetzt ernsthaft zu prüfen, wie auch das Ordnungsamt mehr im Sinne der Sicherheit einsetzt werden kann.
Autor: Karsten Krämer[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]