Kolumne Wochenspiegel: Kita-Gebühren Reloaded?

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Saarbrücken, den 07. September 2016

Wir waren im Juli sehr froh, dass wir durch unser Engagement im Stadtrat erreichen konnten, dass die geplante Erhöhung der Kitagebühren auf bis zu 398 Euro bislang nicht beschlossen wurde. Heutzutage sind bezahlbare Kita-Plätze nicht nur ein Standortfaktor, sie sind sowohl für berufstätige Eltern als auch als Bildungsstart für unsere Kinder unverzichtbar. Es ist daher gut, wenn nun auch Bildungsminister Commercon (SPD) die Eltern bei den Beiträgen entlasten will.

 

Verwunderlich ist nur, dass die SPD seit 2012 im Land und seit 2013 im Bund regiert und bislang keine Initiative zur Entlastung der Eltern ergriff. Auch Commercon wird in seinem letzten Amtsjahr wohl keinen konkreten Anlauf wagen. Und in Saarbrücken, wo SPD, Grüne und Linke regieren, erhöhen sie die Kita-Gebühren Jahr für Jahr massiv. Dabei könnte der Stadtrat betroffenen Eltern und Kindern direkt helfen, indem er den für die hohen Gebühren verantwortlichen Stadtratsbeschluss abändert und an anderer Stelle in der Verwaltung spart, beispielsweise bei hochdotierten, bürgerfernen Verwaltungsposten.

 

Deshalb werden wir in der kommenden Stadtratssitzung einen entsprechenden Antrag stellen. Spätestens dann wird man sehen, wem es in unserer Stadt und unserem Land ernsthaft um Bildungschancen geht, wer die Saarbrücker Eltern entlasten will, und für wen Kita-Gebühren nur ein willkommenes Wahlkampfthema sind.
Autor: Tobias Raab

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