Wochenspiegel-Kolumne: Kitastrophe? Nein, neue Chance!

[vc_row][vc_column][vc_column_text css=“.vc_custom_1535615186254{margin-top: 20px !important;margin-bottom: 20px !important;}“]Saarbrücken, den 28.07.2016

Als kleine Oppositionsfraktion kann man keinen Unterschied machen? Doch das geht! So geschehen in der letzten Stadtratssitzung. Die Verwaltung hatte die alljährliche Erhöhung der Kita-Gebühren auf die Tagesordnung gesetzt. Laut eines Stadtratsbeschlusses von 1991 (!) sind 25% der Personalkosten als Beiträge durch die Eltern zu tragen. Daher hätten Eltern diesmal für einen Ganztagsplatz bis zu 398 € zu zahlen gehabt.

Nicht mit uns! In den 25 Jahren seit dem „25%-Beschluss“ hat sich zu vieles geändert: die Rolle der Stadt, die Angebote selbst, die Lebenswirklichkeit der Familien. Sie sind auf bezahlbare Preise angewiesen. Ansonsten müssen gerade berufstätige Eltern mit mehreren Kinder oftmals die Erwerbstätigkeit eines Elternteils aussetzen. Kitas sollen aber doch Arbeit ermöglichen – nicht verhindern!

Wir beantragten daher, dass die Erhöhung von der Tagesordnung abgesetzt wird, und alle Beteiligten in den kommenden Wochen Vorschläge erarbeiten können, die den Saarbrücker Eltern weiterhelfen. Etwa indem eine Entlastung der Eltern durch andere Einsparungen in der Verwaltung geprüft wird. Oder indem man eine Modernisierung der Preisstruktur prüft. Die Mehrheit der Ratsmitglieder folgte unserem Antrag. Jetzt haben wir die Chance, eine spürbare Entlastung bei den Kita-Beiträgen hinzubekommen. Wir sollten sie nutzen – für die Familien in Saarbrücken und für die Attraktivität unserer Stadt!

Autor: Tobias Raab[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]