Wochenspiegel-Kolumne: St. Johanner Markt

[vc_row][vc_column][vc_column_text css=“.vc_custom_1535615280936{margin-top: 20px !important;margin-bottom: 20px !important;}“]Saarbrücken, den 21.07.2016

Manchmal ist es wie verhext. Da wird ein Bauprojekt über Jahre geplant, abgestimmt, von den Räten beschlossen, ausgeschrieben und plötzlich am Tag, an dem die Baustelle eingerichtet wird, geht alles schief. So geschah es letzte Woche am St. Johanner Markt mit der Pflastersanierung in der Kaltenbachstraße. Kaum ein anderes Projekt hatte den Stadtrat in den letzten Jahren so sehr beschäftigt. Es wurde engagiert über Bestuhlungsflächen der anliegenden Wirte, Hauszugänge, Blindenleitstreifen und die Ebenheit der Oberfläche gestritten, wie man alles unter einen Hut bekommt, ohne das Kunstwerk und das Bild des historischen Marktes zu zerstören. Dazu sollen die Pflastersteine natürlich aus Steinbrüchen ohne Kinderarbeit stammen. Alles in allem war das Projekt vom zeitlichen Ablauf schon sehr grenzwertig für solch einen exponierten Ort. Aber letzte Woche sollte es endlich losgehen, der Bauzaun wurde aufgestellt und es brach eine Beschwerdewelle auf die Verwaltung ein. Was war passiert? Ich wollte es kaum glauben, aber es wurde versäumt alle Anlieger ordentlich zu informieren und die Maßnahmen mit ihnen abzusprechen. So etwas darf eigentlich nicht passieren, schon gar nicht am St. Johanner Markt. Zum Glück hatte der neue Baudezernent Herr Lukas schnell und umsichtig reagiert, den Bauzaun wieder entfernen lassen und Abstimmungsbereitschaft angeboten. Ich hoffe, dass sich so etwas bei der Sanierung der Bahnhofstraße nicht wiederholt.

Autor: Karsten Krämer[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]