Wochenspiegel-Kolumne: Fußball und Politik

[vc_row][vc_column][vc_column_text css=“.vc_custom_1535615862630{margin-top: 20px !important;margin-bottom: 20px !important;}“]Saarbrücken, den 23.06.2016

Es ist ja schon eine lange Tradition in Deutschland, das Fußball nicht einfach nur ein Sport ist. Große Turniere, wie Weltmeisterschaften oder die aktuelle Europameisterschaft,  wurden immer wieder auch als Bühne für große Politik genutzt. Frau Merkel gratulierte unserer Nationalmannschaft schon eindrucksvoll zum Erfolg. Nur dieses Jahr überwogen bisher die schrägen Töne. Herr Gauland von der AfD war gleich zu Beginn mit seinen Äußerungen über Nationalspieler Boateng schon recht peinlich. Gefolgt von einer absurden Aktion der Grünen Jugend, die gleich dazu aufgerufen haben, die deutsche Identität abzulehnen und alle Deutschlandfahnen an Autos und Häusern zu entfernen. So unterstellen sie damit nebenbei jedem ganz normalen Fußballfan die Förderung von national-sozialistischem Gedankengut. Mich würde mal interessieren, wie sie hier Menschen in ein Staatsgebilde integrieren wollen, aber gleichzeitig eine gemeinsame Identifizierung mit Deutschland ablehnen. Die Sache mit dem Patriotismus ist in Deutschland halt nicht so einfach. Ich bin einfach ein Fan der politischen Mitte und von Leuten mit einem gesunden Menschenverstand. So halte ich es mit Christian Lindners Worten: „Patriotismus ist nicht gegen andere oder gegen Minderheiten gerichtet, sondern ist zunächst einmal ein positives Gefühl gegenüber dem eigenen Land und der eigenen Identität.“ Wir können stolz sein auf unsere Mannschaft und auf unsere liberale Verfassungskultur.

Autor: Karsten Krämer[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]