Wochenspiegel-Kolumne: Eine schrecklich nette Koalition

[vc_row][vc_column][vc_column_text css=“.vc_custom_1535615993421{margin-top: 20px !important;margin-bottom: 20px !important;}“]Saarbrücken, den 16.06.2016

Kennen Sie noch die TV-Serie „Eine schrecklich nette Familie“? Sie erzählt vom unzufriedenen Schuhverkäufer Al Bundy, seiner schrillen, verschwenderischen Ehefrau Peggy und den aufmüpfigen Kindern Bud und Kelly. Die Bundys mögen sich nicht, reden schlecht übereinander und halten nur dann zusammen, wenn es gegen gemeinsame Feinde geht. Dies jedoch meist mit mäßigem Erfolg.

Parallelen zur rot-rot-grünen Koalition sind da nicht gänzlich von der Hand zu weisen. Der unzufriedene „Al“ Bauer, an seiner Seite die schrille, verschwenderische Linke und die aufmüpfigen Grünen. Auch SPD, Grüne und Linke sind nur mäßig erfolgreich, und um den Zusammenhalt scheint es auch nicht gut bestellt zu sein. Zwist bei Bauvorhaben, keine gemeinsame Linie bei IKS, und nun auch noch ein öffentlicher Streit über die Erweiterung des Gewerbegebietes Süd. Da betonen SPD und Grüne seit Tagen in der Presse ihre Uneinigkeit, anstatt sich in persönlichen Gesprächen zu einigen. Einer nennt den anderen öffentlich gewerbefeindlich, der andere wirft dem einen vor, nur mit Statements anstatt mit nachhaltiger Standortpolitik zu arbeiten.

Die Bundys wissen, dass ihre Ehe zerrüttet ist. SPD, Grüne und Linke wollen die Zerrüttung ihrer Koalition nicht wahrhaben. Da sie aber nicht nur sich, sondern auch der Entwicklung Saarbrückens schaden, sollten sie sich schleunigst zusammenreißen. Denn anders als die Bundys finde ich Rot-Rot-Grün schon lange nicht mehr zum Lachen.

Autor: Tobias Raab[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]