Wochenspiegel Kolumne: Sinneswandel mit Höchstgeschwindigkeit

[vc_row][vc_column][vc_column_text css=“.vc_custom_1535616031739{margin-top: 20px !important;margin-bottom: 20px !important;}“]Saarbrücken, den 09.06.2016

Viele Bürger wunderten sich, als die zulässige Höchstgeschwindigkeit in der Scheidter Kaiserstraße kürzlich von 50 km/h auf 30 km/h verringert wurde. Laut Stadtverwaltung geschah dies, um die Lärmbelastung der Anwohner zu reduzieren. Nach aufkommendem Unmut in der Bevölkerung und dem Ende der Vollsperrung der Fechinger Talbrücke wurde dann auch die 30er-Zone beendet. Die Verwaltung erklärte, man habe mit der Verringerung auf 30 km/h die Anwohner lediglich vor den zusätzlichen Belastungen durch die Umgehung schützen wollen. Nachdem die Brücke nun für PKWs wieder befahrbar sei, habe man auch die 30-Zone auflösen können. Die Wahrheit?

Nein. Bereits im Dezember haben SPD, Grüne und Linke die Einrichtung einer Tempo-30-Zone in der Kaiserstraße im Rahmen des Lärmaktionsplans beschlossen – Monate vor der Vollsperrung! Also kann auch die Wiedereröffnung der Fechinger Talbrücke nicht zum Ende der 30er-Zone geführt haben. Was dann? Wurde die erhoffte Lärmreduzierung nicht erreicht, weil die Motoren heutiger Fahrzeuge auf eine höhere Geschwindigkeit als 30 km/h ausgelegt sind? Hat man erkannt, dass Fahrzeuge besser zügig durch den Ort geführt, anstatt künstlich verlangsamt werden sollten? Woher auch immer der Sinneswandel in der Verwaltung kam, als die einzige Fraktion, die bereits im Dezember gegen die 30er-Zone gestimmt hat, begrüßen wir ihn. Die Wahrheit ist aber, dass der Sinneswandel nichts mit der Talbrücke zu tun hatte.

Autor: Karsten Krämer[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]