Wochenspiegel Kolumne: Die Zeit der Extreme

[vc_row][vc_column][vc_column_text css=“.vc_custom_1535616164600{margin-top: 20px !important;margin-bottom: 20px !important;}“]Saarbrücken, den 02.06.2016

Letzte Woche hatte ich das „Vergnügen“ nach der erfolgreichen Entfernung meiner Weisheitszähne auch einmal das morgendliche Fernsehprogramm zu genießen. Da ich das „normale“ Frühstücksprogramm nur schwer ertragen kann, fiel meine Wahl dann auf die gängigen Nachrichtensender. Es ging, wie seit Monaten, um fast nur noch ein Thema, Integration und Flüchtlinge. Wenn man sich die Berichte den ganzen Tag anschaut, könnte man schnell auf den Gedanken kommen, dass unsere Welt untergeht. Und wenn ich dazu höre, wie absurd so manche politische Diskussion geführt wird, läuft es mir kalt der Rücken runter. Endlich gibt es einen konkreten Entwurf für ein längst überfälliges Integrationsgesetz. Die Migranten sollen jetzt nach Plan integriert werden, aber so richtig dürfen sie dann auch wieder nicht dazu gehören, denn über das Thema, was zu Deutschland gehört wird ja gerade erst diskutiert. Und wer entscheidet das bitte? Ein neuer starker Mann, der hier nochmal aufräumt? Ich glaube, es gibt immer mehr Menschen, die diese Frage mit „Ja“ beantworten würden. An sich suchen viele verständlicherweise nur nach ein bisschen mehr Orientierung im Leben und einfacheren Problemlösungen. Für mich habe ich diese selbst gefunden, ich nehme nicht gleich jede reißerische Nachricht auf Facebook für wahr, ich versuche mehr Gelassenheit zu bewahren und jedem Menschen aufgeschlossen und unvoreingenommen zu begegnen. Für mich wird nicht alles schlechter!

Autor: Tobias Raab[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]