FDP Fraktion: Saarbrücken und Saarland brauchen umfassende Digitalisierungsstrategie

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Saarbrücken, den 26.04.2016

Die Fraktion der Freien Demokraten im Saarbrücker Stadtrat warnt davor, die Konzentration in der dringend notwendigen Debatte über die Digitalisierung des Saarlandes nur auf den Netzausbau zu beschränken. Presseberichten zufolge bezuschusst das Bundesverkehrsministerium in den kommenden Jahren im Saarland den Breitband-Ausbau mit 50 Megabit (Mbit) pro Sekunde mit bis zu 7,8 Millionen Euro, nachdem der kommunale Zweckverband eGo-Saar sich im Dezember 2015 mit dem Projekt „Next Generation Access“ (NGA)-Netzausbau Saar um Berliner Fördergelder beworben hatte. Den restlichen Teil der insgesamt benötigten 13 Millionen Euro wollen das Land mit 3,9 Millionen Euro und die Kommunen mit 1,3 Millionen Euro decken. „Die Tatsache, dass die Investitionen nicht in zukunftsfähiges Glasfasernetz, sondern in Kupfernetz investiert werden soll, ist bei der derzeitigen Debatte nur einer der Fehler“, so Tobias Raab, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP-Stadtratsfraktion. Die Digitalisierung sei für Saarbrücken und das Saarland eine Herausforderung, die nicht nur den Ausbau der Netze, sondern so gut wie alle Lebensbereiche betreffe und umfassender gedacht werden müsste.

„Wer unser Land und unsere Landeshauptstadt wirklich zukunftsfähig machen will, der muss sich neben der Infrastruktur auch endlich mit den vielen anderen Aspekten der Digitalisierung auseinandersetzen“, so Raab. Dies gelte etwa im Bereich der Bildung, wo der Nutzen digitalen Lernens weit über den Wechsel von Büchern und Tafeln hin zu Tablets und interaktive Whiteboards hinausgeht. „In anderen Ländern wird die Digitalisierung genutzt, um Unterricht ganz individuell auf die Bedürfnisse eines jeden Schülers zuzuschneiden und um Medienkompetenz zu vermitteln. In unserem Land hält nur jeder dritte Lehrer digitales Lernen für sinnvoll, und nur 8% der Schüler halten ihre Lehrer diesbezüglich für kompetent. Land und Stadt müssen schleunigst zu einem Gesamtkonzept gelangen, bei dem Lehrerausbildung, Lehrpläne und Schulausstattung den Chancen gerecht werden können, die digitales Lernen bieten kann“, so Raab. Auch in anderen Bereichen müssten die Saarbrücker Verwaltung und die Landesregierung endlich in die Gänge kommen. „Wir befinden uns etwa beim Thema E-Government und dem durch die Digitalisierung behördlicher Prozesse möglichen Bürokratieabbau weit hinter dem, was möglich ist. Bürger, Gewerbetreibende und Vereine könnten von entschiedenerem Vorgehen im Bereich des E-Government in einem so deutlichen Maße profitieren, dass man das Thema weder im Saarbrücker Rathaus, noch in der Staatskanzlei weiter aufschieben darf“, so Raab abschließend.

Stellvertretender Fraktionsvorsitzender: Tobias Raab[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]