FDP-Stadtratsfraktion entsetzt über den Zustand des Filmfestivals Max Ophüls Preis

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Saarbrücken, den 25.01.2015

Die FDP-Stadtratsfraktion ist über den aktuellen Zustand des Filmfestivals entsetzt und  betont, dass  durch das fatale Agieren der Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und des Kulturbeigeordneten Thomas Brück  nicht nur ein enormer Schaden für das Filmfestival selbst, sondern für die Landeshauptstadt Saarbrücken, als Träger und Veranstalter, und das gesamte Saarland entstanden ist. Was in den vergangenen Jahrzehnten und Jahren mühsam und unter großem Engagement der  Festivalleitungen und Mitarbeitern aufgebaut wurde ist nun weitestgehend Makulatur. Anstatt sich mit aller Kraft für den Kulturstandort Saarbrücken einzusetzen, hat insbesondere der Dezernent Brück durch seine Handlungen und Aussagen einen „kulturpolitischen Megagau“ verursacht. Daher fordert die FDP-Stadtratsfraktion  Britz und den Beigeordneten Brück zum sofortigen Kurswechsel und engagierten Handeln auf, um das Filmfestival zu retten und den entstanden  Imageschaden nun wenigstens zu begrenzen.

Zuerst muss aus Sicht der Freien Demokraten noch in dieser Woche der gesamte Kulturausschuss durch den Geschäftsführer der Filmfestival Max Ophülspreis gGmbH, Kulturdezernent Thomas Brück, vollständig über sein Agieren in Bezug auf die Neubesetzung der Stelle der Festivalleitung in den vergangenen Wochen informiert werden. Dabei soll insbesondere das Stellenprofil und die verbundenen programmatischen und organisatorischen Zielsetzungen dargestellt werden, sowie auch die bislang geführten Gespräche. Unbedingt muss nun seitens der Landeshauptstadt Saarbrücken als Träger der Mop gGmbH angesichts der Aussagen des Dezernenten Brück in den vergangenen Wochen zur Neubesetzung der Festivalleitung öffentlich  klar gestellt werden, dass ein ordnungsgemäßes und transparentes Personalauswahlverfahren organisiert wird. Ausganspunkt  muss dabei eine öffentliche Ausschreibung und ein nachvollziehbares Verfahren sein, wobei dieses durch einen Fachbeirat programmatisch begleitet sein sollte und durch das  städtische Personalamt rechtssicher durchgeführt werden soll.

„In fast allen Kulturinstitutionen werden Führungsstellen durch öffentliche Ausschreibungen vergeben, warum nicht  bei der Landeshauptstadt Saarbrücken? Das verwundert, da  in der Amtszeit des damaligen Kulturbeigeordneten Erik Schrader in einem öffentlichen und transparenten Verfahren, welches durch einen Fachbeirat begleitet wurde, unter vielen hervorragenden Persönlichkeiten die bisherige Leiterin der städtischen Stadtgalerie Frau Dr. Jahn ausgewählt wurde“, so Karsten Krämer, Fraktionsvorsitzender der Freien Demokraten im Saarbrücker Stadtrat. Laut eines Interviews des Kulturdezernenten Brück mit dem SR scheint dieser eine derartige öffentliche Ausschreibung jedoch abzulehnen, da den Bewerbern dann schließlich auch in aller Öffentlichkeit eine Absage erteilt werden müsse. Aus Sicht der FDP Stadtratsfraktion eine weitere fadenscheinige Ausrede, um ein offenes und transparentes Bewerbungsverfahren zu umgehen. Auch kritisieren die Freien Demokraten im Saarbrücker Stadtrat den Umgang des Dezernenten Brücks mit möglichen Bewerbern. Diese als „Leute“ in einem Interview zu bezeichnen, spricht für keinen wertigen und fürsorglichen Umgang. Das bisherige „hemdsärmlige Kungelverfahren“ muss jetzt sofort beendet werden, denn es droht dem Filmfestival dadurch nicht nur ein erheblicher Imageschaden. Der Kandidat, der sich dabei durchsetzen würde, würde unter einer geringen Akzeptanz in der Filmszene zu leiden haben, da ihm anhaften würde, dass er sich in einem politisch motivierten und fragwürdigen Verfahren durchgesetzt hat. So wird es sich dann schwieriger gestalten,  zukünftig interessante Filmproduktionen nach Saarbrücken zu holen, Stargäste würden genauso wie Sponsoren ihr Engagement überdenken.

Unabhängig von der Suche nach einer neuen Festivalleitung sollte aber das Gespräch mit der bisherigen Leiterin Gabriella Bandel gesucht werden, was dem Beigeordneten Brück wohl bisher nicht gelungen zu sein scheint. Zielsetzung dabei sollte sein, dass sie für eine „Zeit des Überganges“ das Filmfestival noch einmal weitere zwei Jahre leitet. In diesem Zeitraum könnten dann auch die zukünftige Mitarbeiterstruktur überdacht, den neuen Erfordernissen angepasst werden und auch ein ordnungsgemäßes Ausschreibungsverfahren in 2016 durchgeführt und beim Filmfestival im Jahr 2018 eine Übergabe an den Nachfolger erfolgen.

Weiter fordern die Freien Demokraten, dass sich die Verwaltung der Landeshauptstadt Saarbrücken der Trägerschaft für das Filmfestival bewusst werden sollte und zum kommenden Festival den städtischen Zuschuss erhöht. Die Fördergelder in einer Höhe von 329.000 € reichen bei weitem nicht mehr aus und müssen wenigstens um 50.000 € erhöht werden. Dies hatte die FDP-Stadtratsfraktion auch bei der Haushaltsaufstellung 2016 eingefordert. Die rot-rot-grüne Ratsmehrheit hatte dies jedoch abgelehnt. „Der FDP war schon immer die weitere Entwicklung des Filmfestivals wichtig, deswegen sind wir auch im Dezember 2015 antragsinitiativ geworden. Wir haben uns aber gerade über die Ablehnung   durch SPD, Linke  und Grüne besonders gewundert, da doch deren Repräsentanten in ihren Sonntagsreden sich immer für das Festival eingesetzt haben“, so Karsten Krämer abschließend.

Fraktionsvorsitzender: Karsten Krämer[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]